Migräne und Emotionen: 10 Schritte, die wirklich etwas in dir verändern können

Zurück zur Selbstwirksamkeit bei Migräne. Du kannst du das Steuer wieder selbst in die Hand nehmen statt dich ausgeliefert zu fühlen.

Datum:

19.12.2025

von Sara Theile, Heilpraktikerin für Psychotherapie

Die 10 Schritte, die ich hier mit dir teile, sind wie kleine Stationen auf einem emotionalen Heilungsweg bei Migräne. Es ist keine Anleitung, die du einfach abarbeitest. Jeder Schritt ergibt sich aus dem vorherigen.

Ich teile meine Erfahrung und das, was ich bei meinen Klientinnen immer wieder beobachte. So kannst du dir vorstellen, wie ein Weg aussehen kann, der die emotionalen Zusammenhänge deiner Migräne berücksichtigt – ohne etwas zu versprechen, das ich nicht halten kann.

Frau steht am Anfna eines Weges am waldrand, Comic Zeichungen von einer kapitänin mit Fernrohr und Figur mir Migräne

Warum Emotionen bei Migräne eine Rolle spielen können

Der Einfluss von unverarbeiteten Emotionen auf körperliche Symptome wird meiner Erfahrung nach extrem unterschätzt. Das überrascht kaum, denn vielen von uns fehlt der Zugang zu Emotionen, die früher nicht gefühlt oder gezeigt werden durften.

Wir leben oft in einer unbewussten Anpassung:
„So muss ich sein, damit ich geliebt werde.“
„So darf ich nicht sein, sonst werde ich abgelehnt.“

Diese alten Muster wirken bis heute – in Beziehungen, im Beruf, in unserem Alltag.

Und sie wirken auch darauf, wie wir unseren Körper wahrnehmen und wie wir Stress oder Überforderung erleben.

Was hat das mit Migräne zu tun?

Migräne bringt dich in einen Zustand, in dem nichts mehr geht.
Sie kommt plötzlich oder kündigt sich an, wenn du über deine Grenzen gehst.

Die meisten Menschen, die zu mir kommen, haben bereits vieles ausprobiert:

👀 mehrere Ernährungsumstellungen

👀 verschiedene Schmerz/Migränemittel

👀 Akupunktur

👀 Akupressur

👀 Meditation/Entspannung

👀 Traumaarbeit mit dem Nervensystem

Vielleicht kennst du das: Du hast viel ausprobiert – und trotzdem findest du dich immer wieder im gleichen Kreislauf wieder.

Und dann tauchen Fragen auf wie:

„Was kann ich jetzt noch tun?“
„Was, wenn mein Neurologe sagt, ich sei austherapiert?“

Diese Hilflosigkeit ist schwer auszuhalten. Denn um uns im eigenen Körper sicher zu fühlen, brauchen wir das Gefühl von Einfluss:
Ich kann etwas bewirken. Ich habe eine Wahl.

Weshalb viele zögern, obwohl sie sich Veränderung wünschen

Vielleicht bist du inzwischen sehr vorsichtig, was neue Ansätze betrifft – das geht fast allen in der KörperGefühl-Community so.

Das sind die häufigsten Bedenken, wenn es darum geht doch noch etwas Neues auszuprobieren:

😞 „Ich will nicht meine ganze Geschichte erzählen müssen.“

😞 „Ich habe schon so viel versucht.“

😞 „Ich habe Angst, von alten Gefühlen überfordert zu werden.“

😞 „Und was, wenn ich danach wieder in alte Muster falle?“

😞 „Bei mir gibt es ja auch eine körperliche Diagnose – zählt das dann?“

Diese Bedenken sind verständlich.

Und wichtig zu wissen: Du musst nicht deine ganze Lebensgeschichte erzählen. KörperGefühl ist auch nicht einfach eine weitere Entspannungstechnik, sondern ein Weg, wie du emotional und körperlich wieder Zugang zu dir findest.

Du möchtest wissen, ob deine Migräne emotional bedingt ist? Dann mache hier kostenlos den Sanften Selbsttest.

Migräne kannst du auch durch jedes andere körperliche Symptom, unter dem du sehr leidest ersetzen.

Der emotionale Heilungsweg bei Migräne – 10 Schritte auf deinem Weg

1. Erkenntnis

Dein Körper hat ein Körpergefühl Schutzsystem entwickelt, welches auch heute noch dein Verhalten und deine Wahrnehmung stark beeinflusst. Das führt dazu, dass wir selbst nicht erkennen, wo wir in einem Sicherheitszustand festhängen, statt frei unser Leben zu gestalten. In den kleinen täglichen Gesprächen und Entscheidungen und auch im Großen und Ganzen, wie nach unseren Bedürfnissen zu leben und uns selbst zu verwirklichen.

Deine Migräne oder dein körperliches Symptom machen darauf aufmerksam. Wenn du aber nicht weißt, wie du erkennen kannst, dass du gerade unbewusst auf Sicherheit setzt, kannst du aus dem Teufelskreis nicht austreten.

In meinem Buch „Wenn der Körper erzählt“, habe ich beschreiben wie frühes Trauma und Bindungsverletzungen unsere heutigen körperlichen Symptome, wie zum Beispiel Migräne beeinflussen.

Weil wir genau dahin schauen müssen, wo die emotionale Verletzung stattgefunden hat, die im Körpergedächtnis gespeichert ist, heißt meine therapeutische Begleitung nun körperorientierte Emotionsarbeit. Und weil es so hilfreich ist die inneren Anteile, als innere Kinder sichtbar und greifbar zu machen, habe ich den Zusatz mit dem inneren Kind gewählt. Ich liebe meine Arbeit und freue mich, das sich dieser Begriff für mich entwickeln durfte.

Damit du herausfinden kannst, ob emotionale Verletzungen deine Symptome beeinflussen, habe ich den Sanften Selbsttest erstellt. Vielleicht hast du ihn schon? Super, dann kannst du Punkt 1 Erkenntnis abhaken. Wenn du sie noch nicht hast, hol dir hier das PDF.

HIER Button CTA „Zum Sanften Selbsttest“

2. Fokus

Wenn du im Internet, durch Instagram oder YouTube scrollst, findest du eine Flut an Methoden, die sich mit Migräne, ihren Ursachen und der Heilung beschäftigen – oft widersprüchlich, oft oberflächlich. Es wird viel versprochen und gleichzeitig hast du ja auch schon so viel ausprobiert.

Hier wird es wichtig, dich zu fragen:
„Auf welcher Ebene arbeitet dieser Ansatz?“

👀 Geht es um Gedanken (Mindset)?

👀 Geht es um Verhalten (Strategien)?

👀 Geht es um Emotionen?

👀 Geht es um Körperwahrnehmung?

👀 Geht es um Bindung und innere Anteile?

Du kannst nicht gleichzeitig alles befolgen!

Du darfst EINE Sichtweise in den Fokus rücken, denn nur so kannst du langfristig tiefer eintauchen und verinnerlichen. Erst dann wird sich etwas ändern können.

Wenn du einen Ansatz suchst, der emotional und körperorientiert arbeitet, dann lade ich dich ein, dich mit meinem Ansatz, dem KörperGefühl vertraut zu machen – z. B. über meinen YouTube-Kanal.

3. Beobachtung

Wenn du dich mit einer Methode vertraut gemacht hast und sie in den Fokus stellst, dann kommt der nächste Schritt. Du beobachtest dich selbst, um aus dem Unbewussten auszusteigen.

In den KörperGefühl Kursen machen wir das zunächst mit den zwei Seiten der Migräne. Und das geht so: Du stellst dir vor, wie es dir ging, als du das letzte mal Migräne hattest.

Gibt es eine Seite in dir, die sehr leidet? Was würde sie sagen? Kannst du erlauben, dass sie klagt und jammert?

Auf der anderen Seite: Welche Seite möchte noch funktionieren, durchhalten oder schnell eine Lösung finden?

Du beobachtest als immer zwei Seiten:

Eine Seite leidet und möchte am liebsten nur weinen und sagen: „Ich halte es nicht mehr aus.“

Eine andere Seite in dir treibt dich trotzdem noch an oder behauptet, dass du selbst schuld bist, dass es diesmal so schlimm ist, weil du wieder nicht bei den ersten Anzeichen reagiert hast.

Du selbst in der beobachtenden Position bist also die dritte Seite, die im ersten Schritt bemerkt, was die Migräne auf emotionaler Ebene in dir auslöst. Diese Position ermöglicht dir, die emotionalen Dynamiken, die in dir aktiv sind, überhaupt zu erkennen.

Du möchtest das ganz praktisch ausprobieren? Das geht mit dem KörperGefühl Einsteigerkurs Migräne und Gesunde Grenzen.


4. Körperwahrnehmung

Viele von uns sind vom eigenen Körper abgeschnitten.

Nicht, weil wir „nicht gut spüren können“, sondern weil wir es einst verlernen mussten.

Wenn deine natürlichen Gefühle als Kind nicht willkommen waren, ist deine Körperwahrnehmung im schlimmsten Fall stark beeinträchtigt.

Jesper Juul nennt es das Selbstgefühl – es bedeutet: Das, was ich fühle stimmt. Durch die Erziehung und dadurch, dass wir als Kind gelernt haben, welche Gefühle erwünschst sind und welche nicht, haben wir unser Selbstgefühl aufgeben müssen. Wir mussten lernen: „Wenn ich wütend bin, bin ich nicht willkommen. Also lieber nicht mehr wütend sein. Das was ich fühle stimmt nicht.“

Diese wichtigen Gefühle aus der Kindheit von damals nicht fühlen zu dürfen, bedeutet einen Berg unverarbeiteter Emotionen, die im Körpergedächtnis gespeichert sind.

Hier entsteht der direkte Zusammenhang zwischen Migräne und Emotionen – denn viele Menschen spüren Migräne als Ausdruck innerer Anspannung. Das bedeutet nicht, dass die Migräne „eingebildet“ ist. Es bedeutet lediglich, dass Emotionen, Stress und frühe Erfahrungen unsere körperliche Wahrnehmung beeinflussen können. So kannst du deine Migräne und deinen Körper anders verstehen, ohne dass es um Schuld geht.

Wieder Zugang zum Körpergedächtnis zu bekommen, kannst du lernen. Das geht mit Körperwahrnehmungsübungen. Die einfachste ist der Bodyscan, den du von mir angeleitet HIER auf YouTube findest.

5. Anteile erkennen

Dieser Auszug aus meinem Buch „Wenn der Körper erzählt – Wie du deine Migräne selbstwirksam lindern und als Tor zu deiner inneren Welt erkennen kannst.“ beschreibt, dass wir nicht nur ein inneres Kind haben, sondern viele verschiedene, die ich gerne auch innere Anteile nenne.

Jeder Mensch nimmt anders wahr. Das Unterbewusstsein ist mehr als nur das Ich. Deine Persönlichkeit besteht aus zahlreichen Facetten. Vielleicht bist du ein verständnisvoller Mensch, kannst aber auch aus der Haut fahren. Es kann sein, dass du selbstbewusst deinem Partner gegenüber bist, aber wenn deine Chefin unzufrieden mit deiner Arbeit ist, fühlst du dich klein und minderwertig.

Jeder und jede lebt diese Facetten in unterschiedlichen Situationen und das ist ganz natürlich und menschlich. Innere Persönlichkeitsanteile repräsentieren deine Gefühle und Erfahrungen. Ihre Vielzahl und einzigartige Kombination beschreiben deine Individualität.

Ich habe es als sinnvoll erachtet, die unzähligen inneren Anteile, die ich gerne innere Kinder nenne, in zwei Kategorien einzuteilen. Wenn du dich bereits mit Innerer Kind-Arbeit beschäftigt hast, kennst du vermutlich unterschiedliche Begriffe. In meiner Arbeit nenne ich diese unterschiedlichen inneren Anteile das Sorgenkind und das Liebkind.

So kannst du erkennen, dass du viele verschieden innere Anteile in dir hast. Ob gerade ein inneres Kind das Steuer in der Hand hält, erkennst du an deinen Gefühlen und Gedanken.

Lassen dich unangenehme Gefühle nicht los oder hängst du in Gedankenkreisen fest: Ein innerer Anteil will dein Boot fahren.

Zu erkennen, welcher Anteil gerade aktiv ist, ist ein wichtiger Schritt.

Denn erst dann kannst du verstehen, warum du so fühlst, wie du fühlst, und warum bestimmte Situationen Migräne verstärken können.

Im Blogartikel „Migräne emotional begleiten – 33 Sätze als Eingang zur inneren Arbeit“ findest du konkrete Beispiele dafür, wie innere Anteile klingen können. Diese Sätze helfen dir schneller zu erkennen, wer in dir gerade das Steuer in der Hand hält, und geben dir besonders in herausfordernden Momenten Orientierung – ohne Druck, sondern als erste sanfte Einladung, dich selbst besser zu verstehen.

6. Perspektive bestimmen: Wer fährt mein Boot?

Hier kommt deine innere Kapitänin ins Spiel.

Sie ist der Teil in dir, der Überblick hat, Zugang zu deinem Wert, deiner inneren Stärke, deiner Intuition. Sie hilft dir dabei, deine Migräne anders zu verstehen.

Die Kapitänin erkennt:

  • welcher Anteil gerade aktiv ist
  • welche alten Muster angestoßen wurden
  • was du jetzt brauchst

Es lohnt sich sich genauer hinzuschauen – immer dann, wenn du nicht mehr weiter weißt, dich erste Migräne Symptome einholen, innerer Druck oder Stress entsteht.

Aus welcher Perspektive schaust und fühlst du gerade?
Ist es ein inneres Sorgenkind, das nicht mehr kann?
Welche Liebkind-Seite hat dazu eine gute Idee, wie du es doch schaffst?

So beschreibe ich es in meinem Buch:

Wenn du deine inneren Anteile wirklich kennenlernen und begleiten willst, wenn du deinen Sorgenkindern die Aufmerksamkeit und das Verständnis schenken möchtest, das sie nie ausreichend bekommen haben, braucht es noch eine weitere wichtige Figur: Die Kapitänin oder den Kapitän in dir.

Die Kapitänin weiß, dass der Fluss des Lebens nicht gefährlich ist. Sie kennt deine wahre Persönlichkeit. Den Teil in dir, der das Selbstwertgefühl niemals aufgegeben hat. Sie weiß, dass dieser Teil in dir noch da ist. Du bist noch da.

Du bist noch da und du weißt, was du brauchst und was dir zusteht. Du trägst die Natürlichkeit von Verbindung und Autonomie in dir.

Du hast ein tiefes Vertrauen zum Leben in dir und kannst dich mit all deinen inneren Anteilen annehmen. Die Aufgabe der Kapitänin kann zunächst ein Coach oder eine Therapeutin für dich übernehmen. Der neutrale Blick auf dein Erleben ist dabei von Bedeutung.

Die Kapitänin hat wirklich das Sagen. Doch der Steuermann des KörperGefühl Schutzsystems überlässt ihr nur ungern das Feld. Denn dann könntest du innehalten. Du könntest deine Kapitänin sein. Du könntest über allem stehen und mit deinem Fernrohr auf die Dinge sehen.

Die Kapitänin erkennt, wer gerade dein Boot fährt. Sie kann erkennen, dass der Kritiker nicht die Wahrheit sagt und das Glaubensgesetz nicht der Realität entspricht. Sie kann deine Sorgenkinder sehen und sie einladen, sich zu zeigen. Sie kann erkennen, wenn das Liebkind vorne steht, statt dein freies Ich. Sie versteht genau, welcher innere Kampf dazu führt, dass du Migräne bekommst.

Wenn du jede deiner inneren Seiten kennenlernst, gelangst du zu einem tiefen Verständnis für dich selbst. Du kannst lernen, wieder die Kapitänin deines Lebens zu sein.

Wenn du also im ersten Schritt deine Gedanken und Gefühle beobachtest, schau im zweiten Schritt: Mit welchem Anteil bin ich gerade identifiziert? Wer fährt also mein Boot?

7. Übungen der Emotionsarbeit erlernen

Zu Beginn wird es vermutlich schwierig sein, die Position der Kapitänin einzunehmen. Du brauchst auch nicht nur sie, die sehen kann, dass ein inneres Kind das Steuer in der Hand hält.

Deine inneren Kinder selbst brauchen Begleitung und eine Möglichkeit sich auszudrücken.

Werden sie von dir erfühlt, gesehen und gehört, kann sich etwas in deiner inneren Welt und in deinem Körper verarbeiten, was davor die ganze Zeit unbewusst Spannung in dir verursacht hat.

Wie kannst du nun die Verbindung zu ihnen wieder aufnehmen? Wie kommst du an unbewussten Dynamiken vorbei?

Das ist ein Weg, auf den ich dich einladen möchte.

Dafür brauchst du eine praktische Anleitung. Erste Eindrücke zeige ich dir in meinem Buch, aus dem ich hier im Blogartikel mehrmals zitiert habe. Du erfährst mehr über die körperorientierte Emotionsarbeit mit dem inneren Kind und von weiteren Beispielen meiner Klientinnen mit Migräne.

Doch ein Buch oder ein kurzer Text wie dieser kann dir nicht zeigen, wie es geht. Die Praxis ist dabei ganz wichtig. Die gute Nachricht: Wie du die Emotionsarbeit praktizierst kann jede und jeder lernen.

Im Einsteigerkurs Migräne und Gesunde Grenzen zeige ich dir erste Übungen der körperorientierten Emotionsarbeit mit dem inneren Kind.

Hier entsteht oft zum ersten Mal das Gefühl:

„Ich kann innerlich etwas bewegen.“

HIER Button CTA „Zum Einsteigerkurs“

8. Unterstützung für deine blinden Flecken

Die Unterstützung von mir oder einer erfahrenen Therapeutin in diesem Bereich ist so wertvoll, weil wir alle blinde Flecken haben – innere Muster, die uns immer wieder in dieselben Gefühle und Verhaltensweisen führen. Gerade wenn es um Migräne und Emotionen geht, kann es passieren, dass du dich lange im Kreis drehst, ohne wirklich weiterzukommen.

Außerdem kann es sehr herausfordernd sein, dich tiefer mit deinen emotionalen Verletzungen auseinanderzusetzen. Da ist es wichtig, dass du jemanden an deiner Seite hast, damit du nicht in alte Traumata hineinrutschst.

Wann immer ich mir Unterstützung geholt habe und nicht mehr ganz allein vor einem Berg stand (egal in welchem Bereich), bin ich vorangekommen und habe unfassbar viel gelernt.

Außerdem dürfen wir unseren inneren Liebkindern zeigen: Ich muss nicht alles allein schaffen. Ich bin jetzt nicht mehr allein mit meinen Ängsten und Ohnmachtsgefühlen aus der Kindheit.

9. Veränderungen bemerken

Veränderungen passieren oft leise:

  • ein Gespräch gelingt anders
  • ein Wochenende verläuft ruhiger
  • du fühlst mehr Kontakt zu dir
  • du hast weniger inneren Druck

Viele meiner Klientinnen beschreiben, dass sie im Rückblick sehen, wie sich ihr innerer Zustand verändert hat – und dass sich das auch auf ihren Umgang mit Migräne auswirkt.

Das erste was mir eine Klientin nach Beginn unserer Zusammenarbeit berichtete, war, dass sie wieder Lust hatte ihre erwachsenen Kinder zum Sonntagsfrühstück einzuladen. Vorher hat sie solche Dinge entweder gemieden oder sich total angespannt und Migräne bekommen.

Jetzt hatte sie plötzlich wieder Freude daran und erlebte eine angenehme Familienzeit.

Solche kleinen Veränderungen kommen in dein Leben und du kannst dich über jeden kleinen Schritt freuen. Manchmal bemerken wir die Veränderungen auch im Nachhinein. Ich habe zum Beispiel früher unendliche Gedankenkarusselle nach schwierigen Gesprächen gehabt. Irgendwann bemerkte ich: Ich zerbreche mir ja gar nicht mehr den Kopf. :-)

Jetzt lasse ich meine Teilnehmerinnen vom Gruppenprogramm und des Migräne Coachings zu Wort kommen:

„Ich trau mich gar nicht es zu sagen, aber ich hatte jetzt schon 6 Wochen lang keine Migräne statt sonst alle 3- 4 Wochen.“

„Ich konnte etwas ansprechen, was sonst so schwierig war und ich habe immer Unverständnis dafür bekommen.

Jetzt konnte ich in einem Gespräch sagen, was mir wichtig ist und mein Gegenüber hat es zum erste Mal verstanden.

Ich merke wie die Innere Arbeit etwas in mir bewirkt.“

„Seit unserem letzten Coaching bin ich wirklich aufgeblüht und fühle mich sogar in einer Kraft die ich eigentlich noch nie erlebt habe. Ich bin ganz bei mir und weiß zumindest immer sofort was ich nicht mehr möchte. Ich spüre sofort wenn eine blöde Situation von außen kommt, dass ich bereit oder nicht bereit bin mich auf diese einzulassen oder nicht. Gesamt empfinde ich das als so positiv und wertvoll.“

„Ganz lieben Dank für dein Video. Es hat mich gestern komplett aus meinem Leiden herausgeholt. Und heute war ich mega positiv drauf 😃.“

10. Selbstwirksamkeit erleben

Wenn du erkennst, was im Inneren passiert, bist du nicht mehr ausgeliefert. Gerade im Zusammenspiel von Migräne und Emotionen kannst du spüren, wie dein Körper auf innere Veränderungen reagiert. Spannung kann sich lösen. Innere Muster können sich wandeln. Du beginnst, deine Migräne anders zu verstehen, statt sie nur körperlich zu betrachten.

Ich behaupte nicht, Migräne als neurologische Erkrankung heilen zu können. Es gibt Migräne mit und ohne Aura und insgesamt 29 Unterformen. Doch wie wir leiden – das können wir mithilfe der Emotionsarbeit verändern. In dem Blogartikel 5 Gründe, warum ich die Körperorientierte Emotionsarbeit mit dem inneren Kind liebe erkläre ich im Detail wieso sie so viel verändern kann.

Viele meiner Klientinnen berichten, dass sie:

  • Attacken anders erleben
  • schneller Orientierung finden
  • neue innere Stabilität spüren
  • sich weniger hilflos fühlen

Das ist Selbstwirksamkeit.
Ein zentraler Baustein auf diesem Weg.

Es erstaunt mich immer wieder, wie meine Klientinnen sich plötzlich selbstwirksam fühlen statt ausgeliefert. Und wie sie mir berichten, dass sich eine Attacke verkürzt oder abgeschwächt hat durch die innere Arbeit.

Eine Teilnehmerin in Woche 9 vom Gruppenprogramm:

„Meine Migräne kommt jetzt oft nur noch als leichte Schmerzen. Das schöne an deinem Ansatz, Sara, finde ich, dass ich jetzt weiß, wie ich dahinschauen kann. Ich kann jetzt selbst etwas machen.“

Die selbe Teilnehmerin 6 Monate danach:

„Früher lag ich fünf Tage mit Migräne im Bett. Heute brauche ich kaum noch Schmerzmittel. Die Übung mit den zwei Seiten ist meine beste Medizin geworden. Ich kann sie jederzeit machen und oft bin ich danach beschwerdefrei.

Ich weiß nicht, wie es funktioniert. Aber ich weiß, dass es funktioniert.“


Du möchtest auch live mit mir zusammenarbeiten und echte Veränderung in dir spüren? Bei KörperGefühl hast du mehrere Möglichkeiten: Der Grundkurs KörperGefühl Migräne Kurs, mein Gruppenprogramm oder eine 1:1 Begleitung. Schau dich dafür gerne auf meiner Website um.

Ressourcen nicht vergessen

Wenn wir unsere emotionalen Verletzungen anschauen, kommen wir auch mit dem Thema Trauma in Kontakt. Diese emotionale Arbeit braucht Stabilität – besonders dann, wenn wir Migräne und Emotionen zusammen betrachten und uns fragen, welche inneren Muster dabei eine Rolle spielen können. In meinem Buch geht es um das frühe Trauma und ich schreibe über die Ressourcen:

Der KörperGefühl-Weg ist ein achtsamer Weg. Mit deinem
Trauma in Kontakt zu kommen, geht nicht von heute auf morgen. Erfahrungsgemäß braucht es seine Zeit.

Mit jedem inneren Kind, das du entdeckst und jedem unbewussten Erleben, das dir bewusst wird, kannst du aufatmen und du wirst bestenfalls kleine Veränderungen und Erleichterungen im Umgang mit deinen Problemen und deiner Migräne feststellen.

Es kann auch Zeiten geben, in denen du glaubst, nicht einen Schritt vorwärts gekommen zu sein. Aus meiner Erfahrung kann sich ein Trauma nur in Wellen lösen. Ein Vorwärtskommen und ein Stehenbleiben gehören dazu.

Deshalb sind Ressourcen so wichtig!

Reflektiere für dich:
Was sind deine Ressourcen? Bei welcher Tätigkeit oder welchem Kontakt mit einem Menschen weißt du: Danach geht es mir immer gut? Das kann eine schöne Meditation sein, eine Yogastunde oder ein Spaziergang in der Natur. Vielleicht tauschst du dich mit einer Freundin aus oder unternimmst etwas mit deiner Clique.

Nährt dich der Kontakt mit deinem Haustier oder magst du dir Zeit für deine Familie nehmen? Bist du gern allein und liest ein Buch?

Was auch immer es ist. Schreibe dir 3 Ressourcen auf, damit du dich im Alltag und auf deinem Migräne-Heilungsweg erinnern kannst: Ich darf auftanken – auch dann, wenn Migräne, Stress oder alte emotionale Muster spürbarer werden.

Plane dir bewusst diese Ressourcen in deinen Terminkalender ein. Damit zeigst du dir selbst: Ich muss nicht nur funktionieren. Ich nehme mir Zeit für mich.

Hast du Fragen zu einem der 10 Schritte? Schreib mir.

Ich liebe die Emotionsarbeit, denn durch sie kann ich endlich Leben statt Durchhalten,

Deine Sara

Über Stella Sommer

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