Migräne verstehen statt kontrollieren – Wenn der Kampf gegen Migräne selbst zur Belastung wird

Viele Menschen mit Migräne kennen ihre Trigger, achten auf Routinen und versuchen, ihr Nervensystem zu regulieren. Doch was passiert, wenn all diese Maßnahmen von Angst und Druck begleitet werden? Wir schauen auf die tieferen emotionalen Dynamiken hinter Migräne und darauf, warum Heilung oft dort beginnt, wo der Kampf endet.

Datum:

29.06.2026

KI-Info: Dieser Artikel wurde aus einem Transskript dieser Podcastfolge mithilfe von KI erstellt.

 

Kennst du das? Du hast eine lange Liste an Dingen, die du für deine Migräne tust. Du achtest auf deinen Schlaf, hältst deine Routinen ein, meidest Trigger, ernährst dich bewusst, machst Atemübungen, regulierst dein Nervensystem. Und irgendwie… ist da trotzdem dieser ständige Druck. Dieser Gedanke: Ich muss das in den Griff kriegen.

 

Genau darum geht es mir heute. Nicht um die nächste Technik, die du anwenden sollst. Sondern um die Frage: Gibt es bei dir auch einen Heilungsdruck?

Lies jetzt Migräne verstehen statt kontrollieren Wenn der Kampf gegen Migräne selbst zur Belastung wird.

 

Das Puzzle, das nie fertig wird

 

Viele Menschen mit Migräne haben sich über die Jahre ein ganzes System aufgebaut. Trigger kennen und vermeiden, zur gleichen Zeit schlafen gehen, auf die Ernährung achten, Stress reduzieren. Das ist alles sinnvoll und wichtig – und gleichzeitig kann es umschlagen.

 

Denn wenn du mal nicht schlafen kannst, was passiert dann in dir? Kommt da dieser Gedanke: Ich muss schlafen, sonst bekomme ich wieder Migräne? Oder wenn du trotzdem Schokolade gegessen hast? Startet dann ein innerer Kreislauf aus Schuldgefühlen und hättest du mal und du musst das besser machen?

 

Das ist das, was ich Heilungsdruck nenne.

 

„Ich muss mein Nervensystem regulieren“ – wirklich?

 

Wir wissen heute viel über das Nervensystem. Wir wissen, dass Menschen mit Migräne oft ein sehr reizempfindliches, hochfunktionales Gehirn haben – und damit ein feines Nervensystem, das schnell auf Reize reagiert. Das Naheliegende ist dann: Okay, ich muss lernen, mich zu regulieren.

 

Aber hier möchte ich einmal innehalten. Denn wenn die Regulation nicht klappt, kommt ganz schnell die nächste Frage: Was machst du denn falsch? Warum reagiert dein Nervensystem immer noch so stark?

 

Und das ist eben nicht hilfreich. Was mich viel mehr interessiert: Auf was reagiert es so? Und was ist der Ursprung?

 

Was wirklich dahintersteckt

 

Wenn wir diese Frage ernstnehmen, kommen wir an einen anderen Ort. Einen, der vielleicht unbequemer ist, aber ehrlicher.

 

Da ist vielleicht ein altes Gefühl von: Ich bin allein. Ich muss mich auf alle anderen einstellen, damit ich sicher bin. Ich muss funktionieren. Ein kindliches Schutzmuster, das dafür gesorgt hat, dass du heute super empathiefähig bist und ganz feine Antennen für andere hast, aber für dich selbst schwer spürst, was du brauchst.

 

Viele Menschen mit Migräne sind ein Stück weit vom eigenen Körper abgeschnitten. Nicht weil sie es wollen, sondern weil es einst Sicherheit bedeutete, mehr im Außen zu sein als im Innen. Und das erklärt auch, warum wir die ersten Anzeichen einer Migräne-Attacke oft erst im Nachhinein erkennen: Ach ja, da war ich schon so erschöpft. Konnte mich nicht konzentrieren. Aber ich dachte, ich erkälte mich vielleicht.

 

Und dann sagt der Neurologe: „Nehmen Sie die Tablette bei den ersten Anzeichen.“ Klar. Aber wie soll das gehen, wenn du diese Anzeichen gar nicht wahrnimmst – oder nicht mit der Migräne in Verbindung bringst?

 

Yoga, Breathwork & Co. – wunderbare Werkzeuge, aber…

 

Ich möchte hier nichts kleinreden. Yoga, Atemübungen, Body-Scan, Nervensystemübungen – das sind wertvolle Werkzeuge, die dir wirklich helfen können. Und gleichzeitig möchte ich fragen: Was passiert in dir, wenn du eine Woche nicht zum Yoga kannst?

 

Kommt dann die Angst? Jetzt kommt bestimmt die nächste Attacke. Ich hab das nicht im Griff.

 

Dann ist auch das Werkzeug mit einem Druck verbunden. Dann drückt es etwas runter, anstatt wirklich zu öffnen.

 

Es geht mir nicht darum, von diesen wunderbaren Tools abzuraten. Es geht mir darum zu schauen: Machst du das aus einem ruhigen, selbstverständlichen Ort heraus – oder aus Angst? Aus dem Gefühl, du musst es tun, damit nichts Schlimmes passiert?

 

Was wirklich heilt

 

Eine Klientin von mir hat mir einmal geschrieben: Sie wusste, dass Schokolade mit Nüssen bei ihr Migräne auslöst. Und trotzdem hat sie sich an dem Abend bewusst dafür entschieden. Ist mir egal, ich wollte diesen Genuss. Und weißt du was? Die Migräne ist nicht gekommen.

 

Ich glaube, da ist etwas sehr Wichtiges passiert. Sie war nicht mehr hilflos. Sie hat eine Wahl getroffen – aus sich selbst heraus, nicht aus Angst.

 

Das hat mit Heilung zu tun. Nicht damit, alle Trigger perfekt zu vermeiden. Sondern damit, sich selbst besser zu verstehen. Die inneren Dynamiken zu kennen. Zu wissen, was da eigentlich losgeht – emotional, in der Tiefe.

 

Wenn das ein bisschen bewusster wird, dann ordnet sich etwas. Dann ist es nicht mehr dieser Druck: Ich muss, ich muss, ich muss.

 

Wie du wieder in Kontakt mit deinem Körper kommst

 

Einen ersten Schritt kann der KörperGefühl-Bodyscan sein – den findest du in meinem Podcast und auf meinem YouTube-Kanal. Es geht dabei noch nicht darum, sofort zu handeln, Grenzen zu setzen oder loszulassen. Sondern erstmal nur darum, wieder wahrzunehmen. Den Körper zu spüren, ohne dass gleich etwas von dir verlangt wird.

 

Das klingt simpel und es ist gleichzeitig für viele von uns gar nicht so einfach.

 

Komm in den offenen Themenabend

 

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie emotionale Dynamiken mit deiner Migräne zusammenhängen, dann lade ich dich herzlich in den nächsten offenen Themenabend „Raum für dich“ ein. Die Themen wechseln – immer rund um Migräne und Emotionen. Hier kannst du dich anmelden.

 

Ich freue mich, wenn wir uns dort sehen.

 

Leben statt Durchhalten!

 

Deine Sara

Inhalte dieses Beitrags:

Über Sara Theile

Sara Theile ist Heilpraktikerin für Psychotherapie und hilft Menschen, die mit ihren chronischen Schmerzen und Migräne schon alles versucht haben durch körperorientierte Emotionsarbeit mit dem inneren Kind einen neuen Umgang mit den Symptomen zu erlernen, um wieder Kraft für die schönen Dinge des Lebens zu haben. Sara teilt ihre Mission den Zusammenhang zwischen frühen Erfahrungen und emotionalen Verletzungen und chronischen Schmerzen bewusst zu machen. Mehr über Sara findest du auf der ÜBER MICH-Seite im Menü.

0 Kommentare

Schreibe ein Kommentar

Ähnliche Beiträge