3 blinde Flecken, die deine Migräne Attacke verschlimmern, ohne dass du es merkst
Viele Menschen mit Migräne fühlen sich während einer Attacke hilflos, frustriert oder irgendwann resigniert.
Diese Gefühle sind kein Nebenschauplatz. Sie sind oft der blinde Fleck schlechthin.
Wenn du dich oft ausgeliefert fühlst und innerlich denkst: „Es bringt doch alles nichts“ – dann lies jetzt weiter. Vielleicht findest du hier keinen schnellen Ausweg, aber einen neuen Zugang. Und manchmal verändert genau das alles.
Datum:
15.01.2026
Kategorien:
von Sara Theile, Heilpraktikerin für Psychotherapie
Wenn du schon lange mit Migräne lebst, kennst du dieses Gefühl nur zu gut: Du hast alles versucht. Medikamente, Therapien, Routinen, Verzicht, Disziplin. Und trotzdem kommt sie immer wieder. Vielleicht fühlt es sich inzwischen so an, als hätte die Migräne die Kontrolle übernommen – über deinen Körper, deinen Alltag und manchmal sogar über dein Vertrauen in dich selbst.
In diesem Artikel geht es nicht um die nächste Methode, die du „auch noch machen solltest“. Und es geht auch nicht darum, dich in irgendeine Psychoecke zu stellen.
Es geht um etwas, das bei Migräne fast immer übersehen wird: wie du innerlich unter den Symptomen leidest – und was deine Emotionen mit Intensität und Dauer einer Attacke zu tun haben.
Emotionsarbeit bei Migräne kennst du noch nicht?
Emotionsarbeit bei Migräne hat nichts damit zu tun, dich in die „Psychoecke zu stellen“. Es geht darum sich anzuschauen, WIE du unter deinen Migräne Symptomen leidest.
Fühlst du dich oft hilflos und der Migräne ausgeliefert?
DER blinde Fleck schlechthin sind die Emotionen, die hinter deinen Symptomen liegen.
Wenn du verstehst wie sie die Intensität und Dauer deiner Migräne Attacke beeinflussen, bekommst du einen Hebel in die Hand, der dir so viel Selbstwirksamkeit zurück gibt – genau das Gegenteil von dem Gefühl ausgeliefert und hilflos zu sein.
Hier kommen 3 blinde Flecke, die deine Migräne Attacke verschlimmern, ohne dass du es merkst.

1. Hilflosigkeit während der Migräne Attacke
Migräne überrollt. Du fühlst dich hilflos, schaust dir aber nicht an, was das emotional mit dir macht.
Bei meinen Klientinnen triggert Migräne immer auch das Gefühl der Ohnmacht. Wenn du dir die mit Emotionsarbeit anschaust, kann das der Game Changer sein, um besser durch die Attacke zu kommen.
Wenn du aus frühen Erfahrungen der Kindheit kennst, dass du nichts tun kannst, dann kann diese alte Hilflosigkeit stark in dein Empfinden während einer Migräne Attacke hineinspielen.
Frage dich im ersten Schritt wo du diese Hilflosigkeit im Körper spürst, wenn du an deine letzte Migräne denkst.
Kennst du das Gefühl auch in anderen Situationen?
Hat du oft Gedanken wie „Es bringst alles nichts“, oder „Egal was ich mache, am Ende leide ich“?
Dann ist es super sinnvoll sich mit dieser Ohnmacht und dem Gefühl der Hilflosigkeit genauer zu beschäftigen.
2. Frustration, dass die Migräne nicht weg geht
Richtig so, dass du frustriert bist! Jetzt wird es spannend.
Du bist frustriert, schaust dir aber vielleicht deine Wut nicht an. Meine Klientinnen haben meistens zu früh lernen müssen, dass Wut nicht erwünscht ist und sie zu Beziehungsabbruch führt.
Das ist besonders bei weiblich sozialisierten Personen so sehr verinnerlicht, dass du dich so daran gewöhnt hast deine Wut oder Genervtheit nicht auszusprechen. Vielleicht spürst du auch in anderen Situationen, dass dich etwas stört, kannst es aber allenfalls vorsichtig ansprechen.
Du bist sauer, dass deine Migräne dich ständig ausbremst?
Schau dir deine Wut an. Sie zeigt sich auch oft in Genervtheit.
Du wirst nicht oft wütend? Vielleicht bist du eher verzweifelt? Dann ist die Verzweiflung als erstes dran gesehen zu werden.
Schau mit Mitgefühl auf dich und deine Wut oder Verzweiflung. Du hast gute Gründe dich so zu fühlen. Auch wenn eine innere Stimme ständig flüstert, dass doch alles nicht so schlimm ist, du dankbar sein solltest für das, was du hast oder dich besser zusammenreißen solltest. Dein Empfinden ist wichtig und immer richtig.
3. Resignation, weil nichts bei Migräne so richtig hilft
Warum kann die Migräne nicht endlich verschwinden oder wenigstens weniger häufig kommen?
Natürlich bist du frustriert, denn du hast schon alles medizinisch abgeklärt und auch alternative Wege bisher wie ein Tropfen auf den heißen Stein waren.
Deshalb ist der dritte blinde Fleck so wichtig: Von Frustration wechselt du vielleicht schnell in die Resignation.
Grundsätzlich fühlst du dich oft resigniert, wenn die Migräne dir wieder mal so viel Kraft und Freude nimmt.
Du kannst ja doch nichts ändern. Migräne ist unheilbar. Und wenn du sie im Griff haben möchtest musst du ganz viel dafür tun: Struktur, Rhythmus, Ernährung, Entspannung etc.
Viele finden das so so anstrengend und natürlich findest du dich immer wieder zurück in der Resignation.
Schau dir das Gefühl resigniert zu sein genau an und erkenne den Kreislauf auf der emotionalen Ebene, der immer wieder in Resignation endet.
Der Resignations-Kreislauf bei Migräne
Vielleicht hast du dich schon mit dem Angst-Schmerz-Kreislauf beschäftigt. Den kennen viele meine Klientinnen in Bezug auf ihre Angst vor der nächsten Migräne Attacke.
Hier möchte ich den Resignationskreislauf beschreiben, den ich in meiner Arbeit mit Migräne und Kopfschmerz-Klientinnen beobachte:
Leiden – Motivation – Frustration – Resignation
Leiden
Du leidest unter deine Migräne und du willst da raus. Die Motivation lässt dich suchen und ausprobieren. Akkupunktur vielleicht oder doch lieber Osteopathie?
Natürlich ist alles, was deine Symptome lindert wertvoll und ich spreche mich NICHT gegen Methoden wie Akkupunktur oder Osteopathie aus. Ich nutze sie selbst gerne.
Was wichtig ist: Du leidest viel mehr unter den Emotionen, die deine Migräne unbewusst triggert, als unter den Symptomen selbst. Das ist eine überraschende Aussage, ich weiß.
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie kümmere ich mich um die emotionale Seite der Migräne.
Meine Klientinnen erreichen mit Emotionsarbeit, dass sie sich weniger ausgeliefert fühlen und ihre Symptome in der Intensität und Dauer positiv beeinflussen können.
Du willst wissen, ob Emotionsarbeit für dich das Richtige ist? Hol die meinen sanften Selbsttest „Ist deine Migräne emotional bedingt?“ für 0 €.
Motivation
Gut, dass du sie hast. Denn es gibt einen Antrieb in dir, der weiß, dass es noch einen Weg für dich geben muss. Du hast noch nicht aufgegeben, das zu finden, was deine Migräne verbessert.
Leider bleibt bei vielen Methoden der nachhaltige Erfolg aus und du stehst gefühlt wieder am Anfang. Du bist verständlicherweise einfach nur frustriert.
Frustration
Du bist wütend und fragst dich womit du es verdient hast, so von der Migräne geplagt zu werden. Doch die Wut hat nicht so richtig einen Platz bei dir. Du weißt vielleicht noch nicht, dass sie dir die Tür zu deiner inneren Welt öffnen kann, die dir zeigt, worum es auf emotionaler Ebene wirklich geht.
Wie du diese Tür finden kannst erfährst du in meinem Buch „Wenn der Körper erzählt“.
Resignation
Wütend sein ist anstrengend. Wenn deine Wut nichts bewirkt, umso mehr.
Vielleicht kennst du es zu gut, nichts bewirken zu können. Warum das so ist, hat mit frühen Bindungserfahrungen zu tun. Wie diese Erfahrungen dich unbewusst prägen und deine Migräne beeinflussen, erfährst du in meinem Buch, das es übrigens auch als Hörbuch gibt.
Es ist logisch, dass auf Wut und Frustration Resignation folgt. Denn deine Wutkraft möchte etwas ändern. Wenn diese Änderung nicht stattfindet, muss sozusagen die Resignation folgen.
In der Resignation hängen viele meiner Klientinnen regelrecht fest. Es ist alles zu anstrengend, bringt ja doch nichts und die Angst vor erneuter Enttäuschung ist zu groß.
Genau hier hat dich der Teufelskreis fest im Griff. Und dein KörperGefühl Schutzsystem hat dich genau da, wo es dich hinhaben will. Alles bleibt wie es ist, du musst es einfach aushalten.
Und wenn du dann wieder etwas Kraft geschöpft hast, geht alles wieder von vorne los.
Es gibt einen Weg da auszusteigen!
Und der beginnt mit Emotionsarbeit.
Willst du wissen ob Emotionsarbeit auch für deine Migräne der Gamechanger wäre?
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Aus dem Migräne-Teufelskreis aussteigen: Die emotionale Ebene verstehen
Lass uns endlich Leben statt Durchhalten,
Deine Sara

